Webseite selber anpassen: Anleitung für Einsteiger

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28. Februar 2024

Eine bestehende Webseite selbst anzupassen ist heute kein Hexenwerk mehr. Dank moderner Content-Management-Systeme wie WordPress mit Divi lassen sich Texte, Bilder und Seiten ohne Programmierkenntnisse bearbeiten. Doch nicht jede Änderung sollten Sie selbst vornehmen. In diesem Artikel zeige ich, welche Anpassungen Sie sicher eigenständig erledigen können, wo Vorsicht geboten ist und wann es besser ist, einen Profi hinzuziehen.

Was bedeutet "Webseite selber anpassen"?

"Webseite selber anpassen" umfasst alle Arbeiten, die nötig sind, um eine bestehende Webseite aktuell, inhaltlich korrekt und technisch funktionsfähig zu halten. Dazu gehören das Aktualisieren von Texten und Bildern, das Hinzufügen neuer Seiten oder Blogbeiträge, das Pflegen des Menüs und kleinere Design-Anpassungen im Page Builder.

Das Ziel ist nicht, die Webseite von Grund auf neu zu entwickeln, sondern sie Schritt für Schritt an sich ändernde Anforderungen anzupassen. Wer diese Grundlagen beherrscht, spart Zeit und Geld und bleibt unabhängig von kleinen Änderungen.

Voraussetzungen vor der ersten Änderung

Einsteiger plant Struktur und Ziele einer Unternehmenswebseite

Bevor Sie an der Webseite arbeiten, sollten drei Dinge geklärt sein: Sie benötigen einen Zugang mit ausreichenden Berechtigungen, eine aktuelle Sicherung der Webseite und eine Vorstellung davon, was Sie ändern möchten.

Administrator- oder Editor-Zugang

Für inhaltliche Änderungen reicht meist ein Benutzer mit Editor-Rechten. Wer Plugins installieren, Theme-Einstellungen ändern oder Benutzer verwalten möchte, braucht Administrator-Rechte. Testen Sie nie mit dem Hauptadministrator-Account herum, wenn Sie sich unsicher sind.

Backup vor grösseren Änderungen

Ein Backup ist die einfachste Versicherung. Viele Hosting-Anbieter erstellen tägliche Backups automatisch. Bei grösseren Änderungen empfiehlt es sich, vorher zusätzlich ein manuelles Backup über das Hosting-Control-Panel oder ein Backup-Plugin anzulegen.

Klare Struktur und Ziele

Überlegen Sie vor der Änderung, welches Ziel sie verfolgt. Eine neue Dienstleistungsseite benötigt andere Inhalte als ein Blogbeitrag. Eine kurze Skizze der gewünschten Seitenstruktur verhindert, dass Sie nachträglich umdisponieren müssen.

Änderungen, die Sie selbst vornehmen können

Moderne CMS und Page Builder erlauben viele Anpassungen ohne Code. Diese Arbeiten können Einsteiger in der Regel selbst übernehmen, wenn sie sich an die Grundprinzipien halten.

Texte und Bilder aktualisieren

Texte lassen sich direkt im Editor bearbeiten. Achten Sie darauf, Überschriften in der richtigen Hierarchie zu verwenden (H1 nur einmal, dann H2, H3). Bilder sollten vor dem Hochladen auf die richtige Grösse komprimiert werden, damit die Ladezeit nicht leidet.

Seiten, Menüs und Blogbeiträge pflegen

Sie können neue Seiten oder Blogbeiträge erstellen, bestehende Seiten duplizieren und das Menü anpassen. Achten Sie darauf, dass die Menüstruktur logisch bleibt und keine toten Links entstehen. Blogbeiträge sollten einer Kategorie zugeordnet und mit einem passenden Featured Image versehen werden.

Kleine Design-Anpassungen im Page Builder

Mit Divi lassen sich Layouts, Farben, Abstände und Schriften visuell anpassen. Arbeiten Sie konservativ: Wenige, gut abgestimmte Farben und klare Typografie wirken professioneller als viele verschiedene Stile. Speichern Sie Änderungen regelmässig zwischen.

Webdesigner erstellt Moodboard mit Farben und Typografie

Änderungen, die Vorsicht erfordern

Einige Bereiche der Webseite wirken sich auf Sicherheit, Stabilität und Performance aus. Hier sollten Sie nicht ausprobieren, sondern wissen, was Sie tun.

Updates von WordPress, Theme und Plugins

Updates schliessen Sicherheitslücken und sorgen für Kompatibilität. Vor einem Update sollten Sie immer ein Backup haben und die Webseite danach auf Funktion prüfen. Werden mehrere Plugins gleichzeitig aktualisiert, lässt sich bei Problemen schwerer nachvollziehen, welches Update den Fehler verursacht hat.

Performance-Optimierung

Bildkompression, Caching-Plugins und Code-Minifizierung können die Ladezeit verbessern. Gleichzeitig können falsche Einstellungen die Webseite beschädigen oder Layouts zerstören. Messen Sie vor und nach der Optimierung, damit Sie den Effekt beurteilen können.

Einsteiger prüft Ladezeit und Performance der WordPress-Webseite
Performance-Massnahmen wirken sich positiv aus – wenn sie gezielt und vorsichtig umgesetzt werden.

Wann Sie aufhören und jemanden beauftragen sollten

Es gibt Grenzen, ab denen Eigenleistung teurer wird als professionelle Hilfe. Wer zu viel ausprobieren muss, verliert Zeit, verunsichert sich und riskiert Schäden an der Webseite.

Komplexe Funktionen oder individuelles Design

Wenn Sie eine individuelle Funktion benötigen, ein komplexes Formular, eine Schnittstelle zu einem Drittanbieter oder ein massgeschneidertes Design, lohnt sich die Beauftragung eines Entwicklers. Hier geht es nicht nur um die Umsetzung, sondern auch um Sicherheit, Wartbarkeit und zukünftige Erweiterbarkeit.

Sicherheitsvorfälle oder schwerwiegende Fehler

Wenn die Webseite gehackt wurde, nach einem Update Fehler anzeigt oder plötzlich nicht mehr erreichbar ist, sollten Sie schnell handeln. In solchen Fällen ist ein Profi schneller und sicherer als das Trial-and-Error-Verfahren eines Einsteigers.

Wenn Zeit knapp wird

Jede Stunde, die Sie in das Einarbeiten investieren, kostet auch etwas. Wenn ein Projekt drängt oder Sie wiederholt an denselben Problemen scheitern, ist der Zeitpunkt gekommen, externe Unterstützung einzukaufen.

Checkliste: Selber machen oder beauftragen?

AufgabeSelber machenBeauftragen
Texte aktualisierenJa-
Bilder austauschenJa-
Neue Seite oder BlogbeitragJa-
Menü anpassenJa-
Kleine Design-ÄnderungenJa-
WordPress-UpdatesGrundlagenEmpfohlen
Performance-OptimierungGrundlagenKomplexe Massnahmen
Individuelle Funktionen-Ja
Sicherheitsvorfälle-Ja
Relaunch oder Redesign-Ja

Verwandte Leistungen

Wenn Sie eine neue Webseite brauchen oder Ihre bestehende grundlegend überarbeiten möchten, biete ich Webdesign in Luzern, Website-Projekte als Festpreis und Onepager für Schweizer KMU. Für kleinere Anpassungen oder eine Einweisung in WordPress und Divi können wir auch gemeinsam arbeiten.

Nächste Schritte

Wenn Sie unsicher sind, ob Sie eine Änderung selbst umsetzen sollten, melden Sie sich bei mir. Gemeinsam schauen wir uns Ihre Webseite an und ich zeige Ihnen, welche Schritte Sie selbst übernehmen können und wann professionelle Hilfe sinnvoll ist.

Quellen

Experten-Tipp aus der Praxis: Sichere vor jeder grösseren Änderung ein Backup und teste neue Inhalte in einer Staging-Umgebung. Gerade bei visuellen Pagebuildern wirken kleine Verschiebungen oft grösser als gedacht, und ein Backup erspart dir teure Nacharbeit.

Christopher Matt, Matt Interfaces Luzern

Zuletzt aktualisiert am 8. September 2026. Verantwortlich: Christopher Matt.

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Christopher Matt

Software Engineer

Vom Schreiner zum Webentwickler: Christopher Matt baut seit über zehn Jahren Websites, Onlineshops und Webapps für Schweizer KMU. Von Greppen am Vierwaldstättersee aus, mit WordPress, Shopware 6 und SvelteKit. Aus dem Handwerk mitgenommen hat er, was auch für Software gilt - sauber gebaut hält länger als schnell zusammengesetzt.

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